Gesundheitsrisiken durch Windkraftanlagen

Erfahren Sie mehr über die potenziellen Gesundheitsrisiken, die von Windkraftanlagen ausgehen können, insbesondere für Anwohner in unmittelbarer Nähe. Wir beleuchten die Auswirkungen auf die Gesundheit und geben Ihnen wichtige Informationen, damit Sie sich ein umfassendes Bild machen können. Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden liegen uns am Herzen.

Häufig gestellte Fragen zu Gesundheitsrisiken

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die gesundheitlichen Auswirkungen von Windkraftanlagen. Wir möchten Ihnen helfen, die Bedenken besser zu verstehen und informierte Entscheidungen zu treffen.

Welche Auswirkungen hat Infraschall auf die Gesundheit?

Infraschall, obwohl oft nicht hörbar, kann bei sensiblen Personen zu Unwohlsein, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten führen. Wissenschaftliche Studien zu diesem Thema sind im Gange.

Infraschall wird vom Ohr nicht mehr wahrgenommen, für Infraschall hat der Körper aber eine Wahrnehmung über
andere Sensoren.

Manche Menschen sind für tieffrequenten Schall besonders empfindlich. Infraschall ist normalerweise für das menschliche Ohr nicht zu hören. Was die Betroffenen beschreiben, ist ein Pulsieren oder ein Druckgefühl auf dem Trommelfell, auch auf der Brust. Die Wahrnehmung der tiefen Frequenzen geht offenbar vom Hören zum Fühlen über – perzipiert über Mechanorezeptoren. So spüren die Betroffenen auch Vibrationen, Erschütterungen oder ein Unsicherheitsgefühl.

Gerade zum Infraschall gibt es verschiedene Studien, die jedoch noch am Anfang der Forschung stehen und teilweise umstritten sind, wie z.B. die Mainzer Studie. Dies heißt jedoch nicht, dass die Studien falsch sind.

Quellen:

Bewertung der gesundheitlichen Wirkungen von
Windkraftanlagen auf den Menschen - Eine Zusammenstellung nationaler und internationaler Erfahrungen über die Wirkungen von Schall/Infraschall - Prof.Dr.Werner Mathys (eh. Leiter des Bereichs Umwelthygiene/Umweltmedizin am Universitätsklinikum Münster) mit weiteren Verweisen

https://vindkraftsupplysningen.se/debatt/historic-moment-in-copenhagen-prof.-ken-mattsson-separates-myth-from-fact-on-wind-turbine-noise 

Wie wirkt sich Schattenwurf von Windkraftanlagen aus?

Rotierende Rotorblätter erzeugen bei passender Sonnenstellung periodischen Schatten auf Häusern, Gärten und Aufenthaltsflächen. Dieser Effekt ist berechenbar und Teil des Immissionsschutzes.

Abschaltautomatiken begrenzen die Beschattungsdauer. Für Anwohner zählt deshalb nicht die Werbeaussage „es gibt Abschaltungen“, sondern die konkrete Berechnung für das eigene Wohnhaus, die technische Umsetzung und die spätere Kontrolle.

Klartext: Schattenwurf ist kein theoretisches Thema. Er gehört zur realen Belastung eines Standortes und muss für betroffene Wohnhäuser nachvollziehbar berechnet werden.

Quelle: Länderausschuss für Immissionsschutz: Hinweise zur Ermittlung und Beurteilung der optischen Immissionen von Windenergieanlagen; jeweilige Genehmigungsunterlagen.

Lärm: Belästigung ist gemessen und dokumentiert

Windenergieanlagen erzeugen charakteristische Geräusche mit wechselnder Lautstärke. Feldstudien mit gleichzeitigen akustischen, meteorologischen und betrieblichen Messungen dokumentieren starke Belästigung bei Anwohnern. Eine dreijährige Untersuchung aus 2025 verknüpfte Belästigung insbesondere mit Betriebs- und Umgebungsbedingungen.

Bereits eine süddeutsche Feldstudie aus 2022 erfasste Beschwerden stark belästigter Anwohner parallel zu Messdaten. Besonders viele Meldungen traten am frühen Morgen, am Abend und in der Nacht auf. Änderungen der Drehzahl und hohe Drehzahlen standen mit den gemeldeten Störungen in Zusammenhang. Windradlärm ist damit kein eingebildetes Problem, sondern ein realer Immissions- und Lebensqualitätskonflikt.

Klartext: Windradlärm ist real. Starke Belästigung ist in der Forschung dokumentiert. Wer darüber spricht, redet nicht über Einbildung.

Quellen:

Müller, F.J.Y. et al. (2025): Wind turbine noise annoyance – an interdisciplinary three-year field study. Environment International 202, 109614. DOI 10.1016/j.envint.2025.109614

Pohl, J. et al. (2022): Joint analysis of resident complaints, meteorological, acoustic, and ground motion data to establish a robust annoyance evaluation of wind turbine emissions. Renewable Energy 188, 1072–1093. DOI 10.1016/j.renene.2022.02.081.

 

Rotorblattabrieb, Kunststoffe und fluorierte Stoffe

Rotorblattabrieb

Rotorblätter laufen jahrzehntelang durch Regen, Hagel, Staub und Insekten. Besonders die Vorderkante erodiert. Beschichtungsmaterial geht verloren und gelangt in die Umwelt. Das ist technisch und wissenschaftlich dokumentiert.

Abrieb durch Wartung

Beschädigte Rotorblätter werden gereinigt, geschliffen und neu beschichtet. Dabei entsteht ebenfalls partikuläres Material. Eine 2025 veröffentlichte Facharbeit behandelt diese Wartungsquelle ausdrücklich und beschreibt Maßnahmen zur Begrenzung der Emissionen.

Damit gehört zur Materialbilanz nicht nur die Regenerosion während des Betriebs, sondern auch der Umgang mit Schleifstaub und Beschichtungsresten bei Wartung und Reparatur.

PFAS in Windrädern

Gelangen PFAS in die Umwelt, werden sie dort kaum oder gar nicht biologisch abgebaut und reichern sich im Wasserhaushalt, in den Böden und in der Folge auch in der Nahrungskette an.
PFAS gelangen auch in die Luft und werden über globale Luftströmungen bis in entlegene Gebiete wie die Arktis verfrachtet. In Luft und Wasser verhalten sie sich ausgesprochen mobil. Aufgrund des Vorkommens in der Umwelt sind PFAS auch in Wildtieren, ebenso in Pflanzen und im Blut des Menschen, der am Ende der Nahrungskette steht, nachweisbar. Aus diesem Grund werden PFAS trivial auch als „Ewigkeits-Chemikalien“ bezeichnet.

Quellen:

https://www.mdpi.com/1996-1073/17/24/6260 

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/we.70072 

https://www.bundestag.de/resource/blob/1098886/WD-8-031-25.pdf 

Informieren und Handeln

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